Kreis Schwarzwald-Baar
01.04.2013

Modellskipper in Sunthausen mit neuem Kapitän

"Um Alles oder Nichts" ging es beim Sunthauser Modell-Skipper-Club, nachdem der Vereinsvorsitzende Jürgen Kurz während des Seefestes sein Amt niedergelegt hatte. Mit "internen Unstimmigkeiten" begründete er das gegenüber der NECKARQUELLE.

Bad Dürrheim. Die Vereinsführung übernahm daraufhin der Stellvertreter Bernhard Ulmschneider. Um den Verein weiter geschäftsfähig halten zu können, benannte er mit Wolfgang Burwig ein Mitglied in die Vorstandschaft. Nach dem Rücktritt des Vorsitzenden hatte Ulmschneider im zweiten Halbjahr viel tatkräftige Unterstützung von den Mitgliedern erhalten und allen Grund sich dafür herzlich zu bedanken.

Bei der Versammlung machte der Vereins-Vize deutlich, dass für das Überleben des Vereins ein neuer Kapitän gefunden werden müsse. Sonst müsse man sich in vier Wochen wieder treffen und sollte dies ebenfalls ohne Ergebnis bleiben, müsse dann die Vereinsauflösung dem Amtsgericht gemeldet werden.

Aber Wolfgang Burwig rettete das in Seenot geratene Schiff der Modell-Skipper vor dem Untergang und erklärte sich nach der geheimen Wahl und dem für ihn einstimmig ausgesprochenen Vertrauen der 22 Stimmberechtigten bereit, das Amt anzunehmen. "Normalerweise hört man mit 70 Jahren auf, aber ich übernehme den Vorsitz des MSC", sagte der Schwenninger. Er fühle sich so stark mit dem Verein verbunden, dass es ihm wichtig ist, dass dieser lebt und überlebt.

An seine Vereinskameraden richtete Wolfgang Burwig die Frage: "Ist es Freundschaft, Kameradschaft, Freizeit oder nur Zeit, die uns bei unserem Hobby im Verein verbindet?" Er forderte jeden auf, sich unbedingt Gedanken zu machen, was er zum Zusammenhalt des Vereins beitragen kann. Er bat darum, ihn nicht allein stehen zu lassen, sondern tatkräftig zu unterstützen.

Schon vor vier und zwei Jahren hatte Bernhard Ulmschneider angekündigt, sein Amt als Stellvertreter zur Verfügung zu stellen. Nun kündigte er offen an, die Vereinsmitglieder bei der Unterstützung des neuen Vorsitzenden genau zu beobachten. Und gerade das Ergebnis mache er von seiner weiteren Arbeit in dem Amt abhängig. Der wiedergewählte Schriftführer Michael Wunderle erinnerte an die Mithilfe bei der Waldhornhüttensanierung und die verschiedenen Zusammenkünfte mit befreundeten Vereinen am See und außerhalb. Der Modell-Skipper-Club wird in der nächsten Zeit das Gespräch mit dem Ortsvorsteher suchen. Denn gemeinsam muss geklärt werden, warum der Stromverbrauch im Vereinsheim auf über 100 Prozent zunahm und sucht eine Möglichkeit mit dem Einbau eines Zwischenzählers. Der Stromzähler der Skipper hängt noch im Nachbarhaus und das stört schon seit Jahren, wie es Ulmschneider betonte. Alternativ ist die Gasversorgung ein Thema.

Um den "Urwuchs" zum Vereinsgelände am See zu stoppen, wird man in der kommenden warmen Jahreszeit gemeinsam das eingewachsene Gras entfernen und ein Vlies verlegen. Auf der benachbarten Wiese wird die "Rasenmäherrentnerband" (so Ulmschneider) wieder ihre Einsätze haben.

gsc